Petro Surf Festival 2026: Wenn luftgekühlte Klassiker auf Sylter Wellen treffen
Live dabei sein, auch ohne eigenen Porsche
Wer keinen eigenen Klassiker mitbringt, kann das Spektakel trotzdem live erleben. Am Freitagabend rollen die luftgekühlten Klassiker gegen 20 Uhr in Havneby auf unsere Fähre, gegen 21:45 Uhr fahren sie in List wieder herunter, perfekt für alle, die einfach nur zuschauen und ein paar Fotos einfangen wollen. Kamera einpacken lohnt sich, dieser Moment macht den Hafen für einen Abend zur Bühne.
Die Geschichte hinter Petro Surf
Hinter dem Festival steckt eine sehr persönliche Geschichte. Initiator Ken Hake ist auf Sylt aufgewachsen und surft hier nach eigener Aussage schon seit 1984. Mit 18 ging er nach San Diego, wo er zusätzlich die kalifornische Porsche-Szene für sich entdeckte. Mit 30 kehrte er zurück in den Norden und wollte genau dieses Lebensgefühl mit auf seine Heimatinsel bringen. Nicht ganz zufällig: Sein Vater Bernd Hake war schon 1964 mit einem Porsche 356 Super einer der ersten Porsche-Fahrer auf Sylt. Aus „retro" und „petrol" wurde der Name Petro Surf, 2026 bereits in der achten Auflage. Die Idee dahinter ist bis heute dieselbe geblieben: Es geht nicht darum, was du fährst, sondern wer du bist.
Der Auftakt: schon die Anreise wird zum Erlebnis
Wer mit seinem eigenen Klassiker an den Start gehen möchte, beginnt das Wochenende bereits am Freitag, den 26. Juni, allerdings noch nicht auf Sylt. Treffpunkt ist eine „Secret Location" im südlichen Dänemark. Von dort rollt der Konvoi gemeinsam weiter, mit einem Fotostopp unterwegs und einem Abstecher auf den weitläufigen Sandstrand von Rømø, bevor es zum Fähranleger geht. An Bord wartet dann das private Petro-Surf Ferry Dinner, während sich rund 87 luftgekühlte Klassiker dicht an dicht auf dem Autodeck aneinanderreihen, mehr lässt unser Autodeck schlicht nicht zu. Erst am Freitagabend, nach der Überfahrt, erreicht der Konvoi schließlich List auf Sylt, wo die Fahrzeuge schon von Fans empfangen werden, bevor der Abend bei ein paar Drinks ausklingt.
Auffallend ist dabei, wie international die Community ist. Kommuniziert wird auf Instagram konsequent auf Englisch, Teilnehmer reisen aus Belgien, Großbritannien und Dänemark an, manche sogar aus den USA. Eine Teilnehmerin bewegt ihren 1973er 911 Carrera RSR 2.8 jedes Jahr auf eigener Achse von London zur Fähre.
Samstag: ein Tag für alle
Am Samstag, dem 27. Juni, öffnet sich das Festival für jeden, der Lust auf etwas Petro-Surf-Luft hat. Von 14 bis 21 Uhr ist der Eintritt frei. Auf dem Festivalgelände am Strand von Rantum erwarten Besucher einen Surf-Contest mit klassischen Single-Fin Longboards, sofern Wellen und Wetter mitspielen, dazu Kunst- und Fotoausstellungen, kulinarische Highlights, coole Drinks und Live-DJs bis in den Abend.
Der Ausklang
Für die Teilnehmer mit Ticket endet das Wochenende am Sonntagvormittag mit einem gemeinsamen Frühstück im Porsche Studio Sylt, bevor die Heimreise beginnt.
Gut zu wissen für die Anreise
Die Parkplätze direkt an der Eventlocation sind begrenzt. Wer entspannt anreisen möchte, kommt am besten mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Bussen. Sollten alle Parkmöglichkeiten direkt am Festivalgelände belegt sein, liegt nur wenige Gehminuten nördlich ein zweiter Besucherparkplatz an der Hörnumer Straße 60 in Rantum. Die Tickets für die exklusive Anreise im Konvoi sind für 2026 bereits seit Wochen vergriffen, das volle Programm rund um den Surf-Contest und die Ausstellungen am Samstag bleibt aber für alle offen und kostenlos.
Wir sehen uns am Hafen.